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| Galatea |
Um ehrlich zu sein, hatte ich nicht die geringste Ahnung von den Dämonen gehabt, die untätig in mir schliefen, als ich in dieser Nacht die Tür öffnete, die mich in deine Gemächer führte. Aber während der Geist stark sein wollte, war das Fleisch ziemlich schwach, und ich fürchte, dass sogar die stärksten Männer in ihr hinterhältigstes Ich verfallen, wenn sie so sehr in die Enge getrieben werden wie ich.
Ich habe solange ich denken kann am Rand eines emotionalen Abgrunds geschwankt. Ein gefährlicher Zustand. Wie ein Pulverfass, das den ersten Funken eines Streichholzes erwartet…
Aber daran dachte ich in diesem Moment nicht. Ich habe an nichts bestimmtest gedacht, als ich deine Tür erreichte und die Klinke drückte, um deine Gemächer zu betreten, wie ich es nach dem Abendessen fast jede Nacht zu tun gewohnt war. Frei in deine Gemächer zu gehen, war für mich so normal wie atmen. Es war merkwürdig, dass der Haushalt deines Vaters sich nie über mein wahrscheinlich ungebührliches Verhalten gekümmert hat. Technisch gesehen war ich nicht mehr als dein Diener. Aber vielleicht hat das Mit-dir-Aufwachsen die Leute um uns herum nachlässig genug gemacht, um unsere Beziehung als selbstverständlich anzunehmen. Zweifellos, in den Augen deines Vaters, vielleicht auch in Großmutters, haben wir uns nie verändert. Aber wir haben uns verändert, Oscar. Über die Jahre sind wir erwachsen geworden, nicht wahr? Und als Hans Axel von Fersen auf der Bildfläche auftauchte, hast du dich verändert…
… so drastisch verändert, dass ich manchmal nicht glaube, dass ich es aushalten kann.
Wer war dieser Typ, der dieses Strahlen auslöste, das ich manchmal in deinen Augen scheinen sah? Er hat kein Recht das zu tun, kein Recht der Grund für das zarte Leuchten auf deinem Gesicht zu sein. Es war falsch, es war einfach nur falsch, dass du dich in jemanden verliebst, dessen Herz längst jemand anderem gehört. Was kannst du schon von ihm wissen, was Herzensangelegenheiten angeht? Es war offensichtlich, dass er dir nicht bieten würde –nicht bieten konnte- wonach du dich sehntest. Was konntest du von dieser ganzen Sache erwarten, außer dass dir das Herz gebrochen wurde?
Es war falsch!
Es wurde in letzter Zeit zu einer Zwangsvorstellung für mich, aber komischerweise dachte ich nicht daran, als ich die Tür zu deinen Gemächern öffnete und eintrat in…Dunkelheit.
Was?, dachte ich, für einen Moment verwirrt. Spielten meine Augen mir wieder einen Streich? Seit der Verletzung durch Bernard waren meine Augen nicht mehr dieselben. Es dauerte einen Moment, bis ich mich an die Dunkelheit gewöhnt hatte, und als es mir endlich gelang, sah ich deine Silhouette in einem Stuhl sitzen, eingehüllt im Schatten.
„Oscar?“, sagte ich, überrascht. „Warum sitzt du hier im Dunkeln? Lass‘ mich dir ein paar Kerzen holen.“
„Lass es!“ Deine Stimme, stark und hart, schlug mich wie eine Peitsche. „Lass‘ es so, wie es ist!“
Dann, weicher, sagtest du: „Lass‘ es so.“ Deine Worte als ein Zeichen verstehend, trat ich in dein verdunkeltes Zimmer und schloß die Tür leise hinter mir.
„Komm, setz dich zu mir.“ In der Dunkelheit erschien deine Stimme geisterhaft, schwebend. Besorgt.
Hinter dem großen Fenster stieg ein junger Mond auf. Ein dünner, durchlässiger Schein seines Lichts drang schwach in den Raum, die einzige Lichtquelle die mich zu dir führte.
Es wird heute Nacht Vollmond geben, dachte ich instinktiv, als ich mich endlich neben dich setzte. Mein Herz hämmerte plötzlich in meiner Brust als ich bemerkte, das dies das erste Mal seit langem war, dass wir allein waren. Als ich mich von meiner Verletzung erholte, hattest du dich so rar gemacht, dass ich schon befürchtet hatte, du würdest mich absichtlich meiden…
Dann brachst du die Stille durch eine überraschende Frage: „André, erinnerst du dich an das erste Mal, als wir uns getroffen haben?“
Ich musste lächeln. Wie konnte ich mich nicht an so etwas Erschreckendes erinnern? Und nach einer Weile, in der wir über die Kindheit sprachen, die wir geteilt hatten, fühlte ich, dass ich mich entspannte. So wollte ich dich immer sehen: als der große Freund, der du immer gewesen bist, bevor deine Pflichten am Hofe und die König immer mehr von deiner Zeit in Anspruch genommen haben…
…und bevor er auftauchte.
Warum konnten die Dinge zwischen uns nicht so bleiben? Alles war so klar und einfach zwischen uns gewesen, ohne eine unsichtbare Wand, die uns trennte. Dein Herz ist einmal ganz gewesen, und ich habe oft die Hoffnung gehegt, dass es eines Tages mein sein würde, mein allein.
Die Kindheitserinnerungen kamen langsam zum Ende. Lächelnd schautest du mich an und ich lächelte mit einer Spur Traurigkeit, dass diese schönen Tage vorbei waren und nie wieder zurück kommen würden, sehnsüchtig zurück.
Und dann wandest du dich von mir ab.
„Oscar?“, fragte ich, erschrocken ob deiner plötzlichen Bewegung, mir bewußt, dass meine Blase des Wohlbefinden dahin war. Angst sickerte wieder durch, das matte Gefühl von Furcht und Aufregung das meine Tage gefüllt hatte, als ich über das Dilemma deiner wachsenden Gefühle für Fersen nachgrübelte.
Aber du warst verschwunden. Ich fühlte mich, als wenn wieder ein Schleier über dich gefallen wäre, der deine Umrisse versteckt, deine Gefühle, der dich von mir fort nimmt. Dein Körper war hier mit mir in diesem Raum, aber deine Gedanken waren tausende Kilometer weit weg.
Bei ihm.
Du denkst wieder an ihm, nicht wahr?
Nicht wahr?
Du kannst mich nicht zum Narren halten, Oscar. Ich habe gesehen, wie du geschaut hast, wann immer er in der Nähe war, und auch wenn mir mein Augenlicht genommen werden würde, würde ich niemals den Blick voll Hunger und Elend, der sich auf dein Gesicht gestohlen hatte als du dachtest, niemand würde hinschauen, vergessen.
Ich würde diesen Blick überall erkennen, zu jeder Zeit, und ich würde wissen, dass du an ihn denkst. Du würdest mich fragen, wie mir das auffallen konnte, aber das würde nur zeigen, dass du mich noch nie genau genug betrachtet hast.
Weil das genau der Blick ist, den ich bekomme, wenn ich an dich denke, so wie du an ihn denkst.
Enttäuschtes Verlangen kennt nur ein Gesicht, Oscar, und wenn man selbst daran leidet, liegt man niemals daneben, wenn man glaubt, es bei jemand anderem zu erkennen.
Die Worte waren aus meinem Mund, bevor ich mich selbst aufhalten konnte: „Es ist Fersen, richtig?“
Du starrtest mich an, offensichtlicher Schock in deinen Augen.
Aber es war zu spät. Der Damm war endlich gebrochen; es gab keine Möglichkeit mehr, die Springflut aufzuhalten. Ich konnte mir selbst nicht helfen, als Ärger und Enttäuschung und bittere Verletzung über mir zusammenbrachen.
„Hast du ihn getroffen? Du hast, nicht wahr?“, stieß ich aus. „Ist etwas passiert?“
Du wolltest nicht antworten, und in diesem Augenblick kreuzte ein Blick von tiefem Elend und Verzweiflung deine Züge, und meine Wut verwandelte sich in mir zu Raserei. Wie kannst du nur so eine Närrin sein, Oscar, so einem Mann – überhaupt irgendeinem Mann - zu erlauben, dich zu verletzen?
Wie kannst du nur?
Und was ist mit mir? Willst du mich in meinem Elend allein zurück lassen? Willst du mich so unzufrieden zurücklassen? Willst du mich weiterhin verletzen, ohne es zu wissen?
Ich wußte nicht, wie es dazu kam, aber ich fand meine Hände auf deinen Armen, die diese fest umklammert hielten, unfähig, dich weglaufen zu lassen.
Du starrtest mich an, die Augen weit aufgerissen, bevor du wegsahst und murmeltest: „André, lass mich gehen.“ Auch dann noch klangst du, als wenn du nicht glauben könntest, was du da gerade sahst.
Ich konnte dir ansehen, dass du kurz davor standest, mich rauszuwerfen, so wie du es immer tust, wenn du mich langweilig oder ermüdend findest.
Tja, aber du kannst nicht. Nicht gerade jetzt. Nicht, wenn ich so viele Sachen zu sagen habe.
„Nein.“
„Lass mich gehen, André!“, riefst du zornig.
„Nein!“
Da sah ich die ersten Anzeichen von Furcht in deinen Augen, die mich elektrisierten, meine Rücksichtslosigkeit weiter schürten. „Was ist los, Oscar? Hast du Angst vor mir?“, fragte ich und fühlte die Hitze in mir aufflammen wie ein Lauffeuer. „Na los, dann schrei! Das ist mir egal. Es ist mir egal, ob wir so entdeckt werden und ich dafür getötet werde. Ich liebe dich!“
Damit zog ich dich unsanft an mich, riss dich mit mir, als ich mich dem heftigen Verlangen in mir hingab, das verlangte, endlich gestillt zu werden. Ich gab dir keine Chance dich zu befreien, als ich schließlich deine Lippen mit meinen verschloss. Du warst gänzlich unvorbereitet, gänzlich geschockt ob meiner Dreistigkeit. Meine Lippen spürten keinen Widerstand, als sie deinen Mund überfielen. Ah, aber wie kalt deine Lippen waren, so leblos, wie Marmor.
„Oscar!“, weinte ich gebrochen, als ich meinen Mund schließlich von deinem nahm, meinen Kopf in die seidenen Wellen deines Haares vergrub und meine Arme dich umschlossen. Eine Statue wäre nicht steifer gewesen, nicht unbewegter wie du in diesem Moment.
Achtlos dessen, was du vielleicht dachtest, gab ich dem Gedanken eine Stimme, der so lange eine Quelle des Schmerzes für mich gewesen ist: „Oscar, Oscar…wann haben diese Gefühle begonnen? Immer, wenn ich dich sehe, dein goldenes Haar, deine klaren blauen Augen, die von Wimpern schwarz wie die Nacht umrandet sind, mit jedem Atemzug den du machst, erscheint es mir, als ob eine Leidenschaft in mir wächst, die ich vorher nie gefühlt habe… Oscar, nicht bewegen! Hör mir nur zu!“
Ich löste mich weit genug von dir, um hinab in deine erschrockenen Augen zu schauen. „Zehn Jahre lang habe ich nur dich geliebt. Ich habe in der ganzen Zeit nicht eine einzige andere Frau angeschaut“, sagte ich und fühlte die Tränen, die endlich meine Wangen hinunter liefen. „Ich habe niemals geglaubt, dass ich dich heiraten oder dich für mich einnehmen könnte, aber ich würde lieber auf der Stelle umgebracht werden, als dass ein anderer Mann dich haben könnte! Bitte, Oscar. Ich würde alles für dich tun. Ich würde sogar für dich sterben, wenn das dein Wünsch wäre…“.
Während ich sprach, schien dich endlich etwas wach zu rütteln. Alarmiert versuchtest du, dich aus meiner Umarmung zu befreien, aber ich verstärkte meinen Griff um deine Arme, deinen Körper.
„André“, keuchtest du, als du dich von mir zu befreien versuchtest, aber ich war taub für dein Weinen.
„Bitte Oscar…“, flehte ich; der letzte Fetzen meines Stolzes war verschwunden, meine Hände wollten dich nicht gehen lassen, auch nicht, als du versuchtest, dich von mir zu befreien. Wir kappelten, aber meine Hände waren fest um deine Handgelenke geschlossen, meine Finger drückten in dein Fleisch.
Als du realisiertest, dass ich dich niemals gehen lassen würde, weintest du, deine Stimme zitterte, als Angst in dir aufkam. „Lass mich gehen! Ich werde jemanden rufen!“
Aber es war nutzlos. Mir war alles egal. So nah würde ich dir nie wieder kommen können, dich nie wieder haben können. Es würde in Zukunft keine Chance mehr geben. Sogar jetzt war es sinnlos, mich zur Vernunft bringen zu wollen. Ich würde es nicht schaffen, mich vor mir selbst zu beschützen, und du würdest es auch nicht schaffen.
In diesem Moment konnte ich nur an eines denken, und dies verließ meinen Mund in Form von Worten, als ich dich leichtfertig auf dein großes Bett warf: „Ich liebe dich! Ich liebe dich! Ich liebe dich!“
„Nein!“ Du schriest, drehtest deinen Kopf zur Seite als ich versuchte, deinen Mund zu berühren.
Auch in diesem Moment fand ich dich bezaubernd. In den blauen und schwarzen Schatten des Zimmers, mit deinen zersausten Haaren, die sich wild über das Kissen ergossen, mit deinem abgewandten Blick, deinen angespannten Nackenmuskeln und deiner bebenden Brust fand ich dich in dieser plötzlichen Verwundbarkeit einfach nur entzückend.
Du hast dich nie gewehrt, auch nicht, als der feine Stoff deiner Bluse unter meinen brutalen Fingern mit einem lauten, reißenden Geräusch nachgab.
In diesem Moment schien dir etwas klar zu werden. Plötzlich erschöpft, fielst du in die Kissen zurück und das Licht in deinen Augen erlosch. Für einen Moment war auch ich unfähig, mich zu bewegen, als ich sah, wie sich Feuchtigkeit in deinen Augen sammelte und deine Wangen hinab lief. Ich beobachtete dich, als du müde deine Augen schloßt, deine Stimme weich, als du mich fragtest:
„Was jetzt, André? Was wirst du jetzt mit mir machen?“
Und ich fühlte bei deinen Worten neue Tränen in mir aufsteigen, gegen die ich mich so sehr gewehrt hatte. Langsam beugte ich mich über dich, beugte mich soweit vor, bis sich unsere Stirnen berührten, soweit, bis ich das Salz deiner Tränen schmecken konnte, die sich mit meinen mischten.
Du bewegtest dich noch immer nicht. Auch als ich meinen Kopf in deinen Haaren vergrub und schluchzte, auch als ich flehentlich meine Wange an deiner rieb, bewegtest du dich nicht.
Oscar, wollte ich sagen. Sag mir nur…sag mir nur was ich hören will. Nur einmal. Und ich verspreche, ich werde gehen. Nur einmal. Bitte. Sag mir, dass du mich liebst…
Aber du sagtest es nie. Du hast bloß dagelegen, als wenn du zu Stein geworden wärst. Hart. Still. So verdammt still.
Es war deine Stille, die mich in Flammen setzte, die die Wut zurückbrachte die gedroht hatte zu sterben, als ich deine Tränen sah. Wirst du nie nett zu mir sein? War dein Herz so sehr mit der närrischen Liebe zu Fersen gefüllt, dass du nicht mal einen kleinen Teil deiner Liebe mit mir teilen kannst? War das der Dank für all die Opfer, die ich für dich erbracht hatte? Normalerweise hätte ich nichts als Gegenleistung erwartet, aber verdiene ich diese grausame Behandlung von dir, von allen?
Ich fühlte meinen Körper wieder zum Leben erwachen, also die Aufregung langsam ihr Gift in mich pumpte. Ich wußte plötzlich, was du vorhattest. Du würdest deinen Widerstand weiterführen, indem du weiter teilnahmslos daliegen würdest, nicht auf meine Bemühungen eingehen würdest, auf meine Berührungen.
Tja, wir werden sehen, wie lange du mir widerstehen können wirst, Oscar. Ich fragte mich, wie lang du an deinem dickköpfigen Stolz festhalten würdest, an deinem unzähmbaren Geist, bevor du mir nachgeben würdest. Ich würde nicht behaupten, dass ich in dieser Sache viel Erfahrung habe, aber ich kann sagen, dass ich genug weiß, um eine Frau zu befriedigen, ob sie befriedigt werden will oder nicht.
Es war an der Zeit, Galatea in eine Frau aus Fleisch und Blut zu verwandeln.
Langsam, wohlüberlegt, drehte ich meinen Kopf weiter, um deinen Mund mit meinem zu verbinden, forderte deine Lippen auf, sich zu öffnen, und schob meine Zunge in die süßen geheimen Winkel deines Mundes. Bei diesem intimen Eindrängen spannte sich dein Körper an, aber meine Hände waren sofort an deinen Handgelenken und drückten deine Hände nach unten, als diese versuchten, mich fort zu stoßen.
Gott, aber du schmecktest so verdammt süß! Genauso wie ich es mir vorgestellt hatte – so warm und weich und so unwiderstehlich süß. Ein Geräusch entkam deiner Kehle – ein Proteststöhnen? – als ich meine Erforschung deines Mundes fortführte. Ich schlang meine Zunge um deine, schmeichelte ihr, sog sie in meinen Mund, und ich fühlte dich unter mir erbeben.
Ich hörte auf, keuchte. „Sag mir, dass dir das nicht gefällt“, spottete ich und ließ ein hartes Lachen heraus, als ich dich deinen Kopf schütteln sah, deinen Kiefer anspannen, deine Augen fest zusammendrücken. Im Zimmer war es kalt, aber ich konnte Schweißperlen auf deiner Stirn sehen.
„Lügnerin“, sagte ich sanft, und hob deine Hände hoch über deinen Kopf und hielt sie mit einer Hand fest. Mit der anderen strich ich gemächlich an einer Seite deines Gesichts entlang, entlang der weichen Linien deiner Kehle, tiefer, um eine Brust durch das dünne Material deines ruinierten Shirts zu umfassen.
Deine Augen flogen bei meiner Berührung auf, und ich konnte dein weiches Keuchen hören, deinen schluchzenden Atem. Ich ließ meine Hand für wenige weitere Momente dort liegen, den Moment absichtlich verlängernd. Dann drückte ich zu.
Du erwachtest, als das unbekannte Gefühl durch deinen Körper schoss. In diesem einen verzweifelten Moment schienst du dich an die Zweckmäßigkeit deiner Beine zu erinnern, du strampeltest, versuchtest von unten, mich von dir zu stoßen, deine Hände frei zu bekommen. Egal. Ich war darauf vorbereitet. Ich stemmte ein Knie zwischen deine Schenkel, spreizte deine Beine, unterband ihre Bewegung.
Ich hörte dich erstickt aufschreien, als mein Knie über diese eine bestimmte empfindsame Stelle zwischen deinen Schenkeln strich und plötzlich wurdest du starr.
„Schrei es heraus, Oscar“, spornte ich dich an, als meine Hand ihre langsame Bewegung über deine Brust fortführte, manchmal zudrückte, manchmal meine Finger leicht, quälend, über die harte Knospe strich. „Ruf jemanden. Es sein denn, du willst nicht.“
Trotz meines grausamen Ansporns wünschte sich ein Teil von mir wirklich, dass du jemanden riefst, um diesen Wahnsinn aufzuhalten, um diese Ungeheuerlichkeit, die ich dir antat, zu stoppen. Aber du bliebst resolut still, starrtest mich trotzig an, obwohl dein Atem kurz und stoßweise aus der Kehle drang.
Das wilde Licht in deinen Augen war beinahe zu viel für mich, aber dann brauchte ich dir nicht mehr in die Augen zu schauen. Ich schälte das ruinierte Shirt von dir, und betrachtete deine Brüste im hellen Licht des Mondes, das den Raum durchflutete.
Wunderschön, so wunderschön…
Mich vorbeugend, ließ ich meine Lippen über einen harten Nippel streifen, bevor ich meine Zunge für einen Vorgeschmack herausschießen ließ. Sofort schrecktest du zurück, aber es war nicht schwierig für mich, deinen Bewegungen zu folgen. Ich hörte deinen stöhnendes Keuchen, als ich leicht an einer Spitze saugte, sie mit Feuchte benetzte, bevor ich meine Aufmerksamkeit der anderen schenkte.
Sag mir, dass du das nicht magst, Oscar. Sag mir, dass du nichts fühlst, und ich werde dich als die Lügnerin bloßstellen, die du bist. Du wärst nicht in der Lage, es zu sagen, nicht, wenn der physische Beweis deiner Erregung direkt hier vor mir ist. Ich beobachtete dich, männliche Zufriedenheit durchströmte mich, als sich dein Fleisch allmählich zu heißen, harten Knöpfchen unter meiner geübten Führsorge verengten.
Ich fange erst an, Oscar. Glaub mir, wir sind noch nicht fertig. Wir sind noch meilenweit davon entfernt.
„André, nicht…!“, schnapptest du rauh, als du meine Hand unerbittlich weiter hinab wandern spürtest.
Der Klang deiner Stimme ließ mich für einen Moment inne halten, aber dann entfernte ich deine Hose, öffnete geschickt den Verschluß, bevor ich den Stoff an deinen Beinen hinab schob, und sie an den Knöcheln hängen ließ, um deine Beine zusammen zu halten. Das würde deine Bewegungen beeinträchigen, dachte ich. Ich nahm deine schmerzenden, über deinem Kopf befindlichen Arme runter und verband sie hinter deinem Rücken sanft mit den Überresten deines Shirts.
Dann kniete ich mich hin, als meine Hände langsam erst meine Jacke, und dann mein Hemd abstreiften. Du beobachtetest mich, entsetzt, fasziniert, als ich meine Oberbekleidung ablegte. Du schloßt deine Augen und drehtest deinen Kopf weg als ich begann, die Verschlüsse meiner Hose zu öffnen. Ein durchdringendes Schluchzen stieg von dir auf, als ich alle meine Kleider von mir geworfen hatte und wieder nach dir langte.
Du weintest jetzt, weintest sehr, als ich dich in meine Arme schloss und das Tal zwischen deinen Brüsten küßte. Was ist los, Oscar? Ich tue dir nicht weh, oder?, dachte ich, als ich viele Küsse auf deinem Bauch verteilte, auf deinem Nabel. Am Anfang wollte ich. Am Anfang wollte ich dich so sehr verletzen, wie du mich mit deiner Unnahbarkeit, deiner Ablehnung verletzt hast, aber jetzt wurde mir klar, dass ich das nicht konnte.
Warum die Tränen, Oscar? Waren meine Liebkosungen wirklich so schrecklich, so abscheulich? Kannst du wirklich nicht sagen, dass du sie genießt, nicht mal ein kleines bisschen?
Ah, aber ich sehe, dass dein Körper wieder eine Lügnerin aus dir gemacht hat. Als ich deine zitternden Beine teilte, um die blonde Oase vor mir zu bestaunen, wußte ich, dass dein Körper dich betrogen hat. Du kannst mich gar nicht so schlecht gefunden haben, wenn die glitzernde Feuchte, die ich zwischen deinen Beinen fand, als Beweis für dein Verlangen dient, wenn auch nur widerwillig.
Ich hätte dich benutzen können, um das Biest in mir zu befriedigen, ohne auf dein Wohlsein zu achten. Ich hätte mir einfach nehmen können, was ich wollte und dich verletzt zurücklassen, aber ich hatte mich entschieden, dir so wenig wie möglich weh zu tun. So sehr liebe ich dich noch immer.
Ein spitzer Schrei und eine verzweifelte Verrenkung von dir, als ich meinen Kopf senkte und meine Zunge einmal leicht über dein heißes Fleisch gleiten ließ. Und dann entschloss ich mich, meinen Kuss zu vertiefen, meine Lippen über deine empfindliche, feuchte Blüte zu stülpen, die reichlichen süßen Säfte aufzusaugen und auf zu lecken, die ich dort fand. Ich trank wie ein Mann, der verdursten würde, beachtete deine Schreie nicht, hielt deine umherwirbelnden Glieder mit einer Hand sicher fest. Meine Zunge suchte und fand den sensiblen Knopf, der sich in seiner Falte versteckte, streichelte ihn mit heißen, langen Strichen, als ich einen Finger in dich schob.
Deine Antwort war elektrisierend. Ein heiserer, würgender Schrei entkam deinen ausgetrockneten Lippen, dein Rücken drückte sich durch, dein Körper war angespannt wie ein Bogen, als ich meine intime Erforschung fortführte, dich küsste, dich auf eine Art kostete, wie noch kein anderer Mann zuvor. Wenn Fersen seine Meinung noch ändern und dich später haben sollte, würde mir zumindest die Gewissheit bleiben, dass er dich als zweites nehmen muss. Wenn ich lang genug leben würde, um das zu erleben…
Nahe. Du warst so nahe. Ich sag’s dir. Ich beschleunigte meine Zungenstriche and beobachtete dich, triumphierend, als du endlich deine Erlösung fandest, als dich eine köstliche Welle nach der anderen überlief.
Ich nahm meine Lippen und Hände schließlich von dir, als du total erschöpft auf die Kissen zurück sankst.
Ich war dran. Meine Zeit war gekommen.
Hier nach bist du nicht mehr in der Lage, zu sagen, ich wäre dir gleichgültig. Das Eis, mit dem du dich umhülltest, schmolz, der Stein und Marmor deines Herzens verwandelte sich in warmes, lebendiges, pulsierendes Fleisch und Blut. Du kannst hinterher sagen, was immer du möchtest, aber wenn du ehrlich bist, hast du mir erlaubt, dich zu wollen. Du würdest dich an deinem Sinn für Gerechtigkeit festhalten, deiner Moral, deiner Ehre, und würdest dich dennoch daran erinnern, dass du dich selbst nicht aufhalten konntest, dich nach mir zu verzehren, mir also im kritischsten Moment zu antworten. Ich war in der Lage gewesen, deine Abwehr zu durchbrechen und dich selbst betrügen zu sehen.
„Oscar.“
Dein Kopf war auf die Kissen zurückgeworfen. Du atmetest immernoch schwer, deine Augen geschlossen.
„Oscar, schau‘ mich an.“
Du wolltest nicht. Ich wußte, du wolltest nicht.
„Schau‘ mich an, Oscar.“
Und da war etwas in meiner Stimme, was dich dazu veranlasste, die Augen zu öffnen. Nur lang genug zu öffnen um zu sehen, wie ich meine Hand, die immernoch von deinen Säften feucht waren, an meinem steifen Glied bewegte.
Auch in dem blassen Mondlicht konnte ich sehen, wie die Farbe in dein Gesicht schoss, als du mich dabei beobachtetest, wie ich mich selbst berührte, mich mit deinem Verlangen umhüllte. Ich wußte, dass du um Worte verlegen warst, komplett verlegen. Du konntest nichtmal ein Geräusch machen. Und du versuchtest nicht, mich aufzuhalten, als ich mich an deinem Eingang positionierte.
„Es ist Zeit, Oscar“, flüsterte ich und begann den langen und langsamen Weg in deinen Körper.
Oh Gott, gab es Worte, um dieses intensive, unbeschreibliche Gefühl der Erfüllung zu beschreiben? Du warst so heiß, so glitschig und eng…so verdammt eng…
Ich wollte mir Zeit lassen, ich wollte, dass es dauerte, aber es war unmöglich. Die Hitze, die delikate Reibung, brachten mich dazu, meine Stöße hart und schnell zu machen. Aber du kamst mit mir. Am Ende war es das Gefühl deiner sich zusammenziehenden inneren Muskeln, die mich zum Höhepunkt brachten.
Ich hatte nicht gewußt, dass Lust wie eine Explosion aus Licht und Musik in meinem Kopf sein würde. Und irgendwo in diesem Ausbruch aus Licht und Musik hörte ich deinen erstickten Schrei, fühlte den scharfen Schmerz, als du mich in die Schulter bisst. Und in diesem Ausbruch…entdeckte ich dort Lust, versteckt in der Qual dieses Schreis?
In den Nachwehen des Sturmes merkte ich, dass ich mich nicht von dir erheben konnte. Wir lagen dort für einige beduselte Minuten, bis ich merkte, dass mein Gewicht zu viel für dich sein musste. Langsam, müde rollte ich auf die Seite und stand auf.
Du lagst träge, mit offenen Augen auf den Bettrahmen starrend da. Der glasige Blick in deinen leeren Augen verletzte mich, machte mir zum ersten Mal die enorme Tragweite des Unrechts, das ich dir zugefügt hatte, bewußt.
„Oscar…“, sagte ich, unbedacht eine zitternde Hand ausstreckend.
Bei meiner Berührung schien es, als wenn du wieder zu Sinnen kämst. Du zucktest vor meinen Fingern zurück, als hättest du dich verbrannt, und ich schaute dich erbärmlich an, als du deinen Kof von mir wegdrehtest. Deine leisen Schluchzer erreichten schließlich meine Ohren, als ich sanft deine Hände hinter deinem Rücken entfesselte, und den Fetzen zurück aufs Bett fallen lies.
Oh mein Gott…was habe ich getan?
Wie konnte ich mich selbst davon überzeugen zu glauben, dass ich dich auf diese Weise dazu bringen konnte, mich zu lieben? Welcher Teufel hatte mich geritten?
Ich konnte jetzt sehen, dass ich dich verloren hatte. Jedweiige Befriedigung, die ich vielleicht gefühlte hatte, jede Befreiung von den schweren emotionalen Bürden, die ich getragen hatte, starb, als entsetzte Fassungslosigkeit über das, was ich getan hatte, was ich im Stande zu tun war, auf mich hinab sank.
Die Zerstörung war komplett, vollständig, nicht umkehrbar. Ich hatte einen wichtigen Teil von dir genommen und ihn getötet. Ich hatte dein Vertrauen zerstört, dein Vertrauen in mich. Deine Überzeugung von dem Guten in mir bekam den Todesstoß durch einen blinden Moment der Leidenschaft. Von jetzt an würdest du mich nie wieder auf die gleiche Art ansehen. Du würdest so lange du lebst, keinem anderen Mann mehr vertrauen. Und für mich konnte ich nur beten, dass der Tod mich überkommen würde, bevor ich den Morgen sehen konnte.
Die Nacht wurde kälter. Du lagst weiterhin mit abgeneigtem Kopf still da. Leise nahm ich die Bettdecke und bedeckte damit deine Blöße. Deine weiche Hand lag auf dem Laken, und ich nahm sie in meine. Nur ein letztes Mal.
Meine Stimme, als sie andlich einen Ton hervor brachte, war tief und heiser: „Vergib mir. Ich…ich weiß nicht, was in mich gefahren ist. Ich war nicht ich selbst….“
Aber du verdientest nicht eine meiner schwachen Entschuldigungen.
„Ich schwöre bei Gott, ich werde dich nie wieder anfassen, obwohl ich bezweifle, dass ich lange genug leben werde, um die Morgenröte zu sehen“, sagte ich, und, unfähig mich selbst aufzuhalten, presste ich deine Hand an mein Gesicht, das mit frischen Tränen überzogen war. „Es ist nur… Ich liebe dich so sehr. So sehr, dass ich mich wie ein Sterbender fühle. Ich verdiene nicht, weiterzuleben nach dem, was ich dir angetan habe. Ich werde den Tod umarmen, wenn er kommt. Ich kann nur hoffen, er kommt bald.“
Langsam stand ich auf um mich anzuziehen. Meine Glieder waren bleiern, und sogar das Anziehen meiner Kleider war eine lange und schwierige Aufgabe.
Zumindest war es getan. Ich hatte nichts mehr zu sagen, keinen Grund mehr, mich in deinen Gemächern aufzuhalten, und stolperte aus der Tür.
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Aber der nächste Morgen brachte nicht den Tod. Und auch in den nächsten Tagen, die sich wie die Ewigkeiten zu dehnen schienen, kam er nicht, um mich zu holen.
Irgendwie hattest du dich um die verschmutzte Bettwäsche und die zerrissene Bluse gekümmert, so dass es unter den Zimmermädchen kein Geflüster gab, die am nächsten Tag kamen, um deine Gemächer aufzuräumen, und so hatte es keinen Alarm gegeben. Wie du das angestellt hast, blieb mir ein Rätsel.
Es war nur verständlich, dass wir uns mieden. Ich glaubte nicht, dass ich es aushalten konnte, dich zu sehen, dich zu treffen. Was wäre schlimmer, als wenn du im Haus deiner Vaters meinen Anblick ertragen müßtest?
Ich konnte nicht an die Ereignisse der Nacht denken, ohne zusammen zu zucken. Ich war wie verbrannt vor Scham. Die Schuld würde mich nicht verlassen; ich war ob des Gedankens am Boden zerstört, dich verdorben und verschmutzt zurückgelassen zu haben, mit dem Wissen um die bestialische Natur der Männer.
Und ich begriff nun, dass du dich in diesen wenigen, verrückten Momenten nicht so sehr verloren hattest wie ich mich. Ich hatte deine Weigerung, nach Hilfe zu rufen, dein verbissenes Schweigen, falsch verstanden. Ich begriff, dass du es getan hast, um mich zu beschützen, um zu verhindern, dass jemand etwas über uns herausfand.
Warum, Oscar? Warum wolltest du mich noch immer beschützen?
Das verspätete Erkennen half nicht viel, die Sorge und tobende Schuld zu beruhigen. Du hast dich in einem Moment so edel verhalten, in dem ich dich durch die Hölle hab gehen lassen. Deine Milde und Freundlichkeit war nicht die einer normalen, sterblichen Frau.
Als die Tage vorbeizogen, wunderte ich mich über einige Dinge: deine Entscheidung, Bernard Châtelet gehen zu lassen, und noch überraschender, deine Entscheidung, Rosalie mit ihm gehen zu lassen. Es war ein riesiger Vertrauensbeweis, egal wieviel Verständnis du diesem beleidigenden Journalisten, der einmal der Schwarze Ritter gewesen ist, entgegenbrachtest.
Was hat dich veranlasst, das zu tun?
Und, schließlich, die unglaublichsten Neuigkeiten: Deine Bitte an die Königin, dich von der Französischen Leibgarde zu der rüpelhaften Söldnertruppe zu versetzen, eine Degradierung, die so erheblich ist, dass sich viele Leute gewundert haben.
Ich wunderte mich ebenfalls. Da war eine Dringlichkeit in der Schnelligkeit deiner Entscheidung, die fast an Flucht erinnerte.
Flohst du letztendlich vor Fresen?
Der Nacht von Bernards und Rosalies Abreise
Ich beobachtete dich, als du Bernhard die Hand gabst. Ich hörte seine Abschiedsworte: „Seit ich herausfand, dass es Menschen wie dich unter den Adligen gibt, glaube ich daran, dass Frankreich gerettet werden kann.“
Und die Erkenntnis, wer du warst, traf mich wie der Blitz: Eine Wunderheilerin, die die Situation so retten konnte, dass alles ausgeglichen war, eine Person, die in der Lage war, Unterschiede zu machen, eine Frau, stärker als ein Mann in so vielen Dingen…
Als die Kutsche schließlich aus unserem Sichtfeld verschwand, murmelte ich: „Sie ist weg.“
Du nicktest. Es entstand eine Pause, bevor du dich drehtest und die ersten Worte seit dieser fatalen Nacht an mich richtetes: „André, wir werden ab morgen ziemlich beschäftigt sein. Sag jedem, das sie sich morgen um zwei Uhr auf dem Apellplatz versammeln sollen.“
So eine einfache Bemerkung! Als wenn nichts zwischen uns passiert wäre vor ein paar Tagen…
„Alles klar“, sagte ich, bestrebt, meine Stimme normal klingen zu lassen.
Aber es muss dir auch aufgefallen sein, die tiefen Unterströmungen, die schwer zwischen uns wüteten. So lange wir leben, werden sie immer dort sein, eine Schauer des Bewußtseins, der unter der friedlichen Außenseite der Dinge zwischen uns liegen würde.
Du zögertest, dann schautest du mich an, das Licht in deinen Augen unerklärlich liebevoll. So liebevoll und nachdenklich, dass ich fast zusammenbrach.
„André“, sagtest du. „Ich war ständig so selbstsüchtig und hab dir so viel Kummer bereitet. Ich weiß, dass ich nur machen kann was ich will, weil du mir ständig wie ein Schatten folgst. Ich kann nichts aus eigener Kraft tun.“
Wie kannst du soetwas sagen, Oscar? Ich sprach es beinahe aus. Wie kannst du nur so großzügig sein, so vergebend nach dem, was ich dir angetan habe…?
Als du mit mir zurück zum Haus gingst, sagtest du die erste und letzte Anmerkung zu dem Vorfall, die du jemals machen würdest: „Quäle dich nicht selbst mit etwas, dass ich niemals gegen dich verwenden werde. Du hast dich einem Moment der Schwäche hingegeben, aber ich weiß, dass du so viel mehr als das bist. Ich werde nicht leugnen, dass ich mich den Rest meines Lebens daran erinnern werde; es war einfach eine zu bedeutende Sache, um sie nur aus einem Winkel zu betrachten. Ich hege keinen Groll. Desweiteren wurde ich durch die Erfahrung so sehr erleuchtet, dass ich entschied, Rosalie gehen zu lassen. Die Liebe ist eine komplizierte Sache, und ich sollte mich ihr nicht in den Weg stellen, wenn jemand durch sie glücklich und zufrieden ist. Das alles hast du mir beigebracht.“
Während du das sagtest, gingst du allein ins Haus, ließt mich zurück, während ich mich von meinem Schock über deine Großzügigkeit und dein Verständnis erholte.
Das war der Moment, in dem mir klar wurde, was genau du warst, und meine endgültige Blamage war komplett. Ich habe Schande und Entwürdigung über niemanden anders als über mich gebracht. Ich schmeichelte mir selbst, als ich dachte, ich hätte in dieser Nacht eine steinerne Nymphe in eine Frau verwandelt. Jetzt wurde mir klar, dass ich das nicht getan habe; ich konnte aus einer Göttin keine Frau machen.
~ THE END ~
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