| Auszüge
aus einer Stellungnahme der Associazione
Musulmani Italiani (Vereinigung
Italienischer Moslems) zum von Walter Veltroni initiierten Fackelzug vom 20. März
2002 in Rom
Vorbemerkung
des Übersetzers: Die Stellungnahme bezog sich auf eine 'Friedensinitiative'
des (damaligen) römischen Bürgermeisters und ehemaligen Herausgebers der Unità,
Walter Veltroni (Democratici
di sinistra - Linksdemokraten). Am
18. März schrieb Antimo Marandola Shaykh Abdul Hadi Hadi Palazzi, dem Sekretär
der Associazione
Musulmani Italiani: Was
halten Sie vom Fackelzug am 20. in Rom? Shaykh
Palazzi antwortete ihm, indem er schrieb: [
] Es handelt sich um eine Initiative, die von dem selben Bürgermeister organisiert wurde, der gerade erst vor ein paar Tagen mit allen Ehren den neonazistischen Diktator Bashir al-Asad empfangen hat.
[
] Außerdem nahm an dem Fackelzug sogar das Oberhaupt der Sekte der "Moslembrüder" - und der Hamas-Vertreter in Italien - Dr. Nour Dachan, Teil. Diese Feststellung allein genügt bereits, um eine Unterstützung unsererseits auszuschließen.[
]
Zudem ist da noch das grundsätzliche Problem: Der Bürgermeister Veltroni hat unmissverständlich dargelegt, was er unter "Frieden im Mittleren Osten" versteht. Er hat öffentlich erklärt, dass der "Frieden im Mittleren Osten über die Zuerkennung sicherer Grenzen für Israel und über die SCHAFFUNG DES SOGENANNTEN PALÄSTINENSISCHEN STAATES" führt. Das ist der Punkt, den wir grundsätzlich ablehnen und den wir weiterhin grundsätzlich ablehnen werden. Auch wenn - wie es den Anschein hat - der Terroristenprinz Saudi-Arabiens, Abdullah, Bush, die Staats- und Regierungsoberhäupter der Europäischen Union, Arafat und Scharon sich im Hinblick auf die Schaffung dieses angeblichen "Staates" allesamt einig wären, werden wir auf Grund politischer, vor allem aber auch religiöser und ethischer Überlegungen weiterhin grundsätzlich dagegen sein, sagen, dass es sich dabei um ein Verbrechen gegen die Araber und gegen die Israelis handelt und ihn missbilligen. Unseres Erachtens bedeutet die Belohnung Arafats und seiner Schergen, indem man ihnen ein Gebiet schenkt und eigens für sie einen Staat schafft, die Verurteilung der Araber zu einem Leben unter der schlimmsten der Diktaturen, einer Diktatur, die weiterhin als Zentrale für die Praxis und für den Export der Ideologie des Selbstmordterrorismus fungieren und die Zerstörung Israels vorbereiten wird.
Der palästinensischen Staaten gibt es bereits zwei: Israel als jüdisch-palästinensischen Staat und Jordanien als arabisch-palästinensischen Staat. Einst war diese geographiehistorische Wahrheit allgemein anerkannt, sie wurde sowohl von Scharon als auch von König Hussein klar und deutlich proklamiert; heute dagegen ist sie nicht mehr politisch korrekt, stattdessen möchte man lieber einen zweiten "Palästinenserstaat" schaffen und dabei Israel Judäa und Samaria entreißen, indem man behauptet, dass diese nicht zu Israel gehörten, sondern rechtmäßig dem Ägypter Yasser Arafat und seiner Bande von Mördern zustünden, von denen ebenfalls viele Nicht-Palästinenser sind.
Einen Staat für den schlimmsten Terroristen der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg zu schaffen bedeutet, jedem Sinn für Moralität in den Beziehungen zwischen Völkern und Staaten zu entsagen. Es bedeutet, dass der Blutbadterrorismus gesiegt hat und die Demokratie verloren. Dies ist in der Tat das Resultat des 11. September. Nachdem sie zu dem Zweck, den wahhabitischen Terrorismus in den Mittelmeerraum zu exportieren, um jeden Preis eine Kolonie auf israelischem Gebiet errichten wollten und nachdem sie aus der Bereitstellung von Haushaltsmitteln für die PLO und für die Hamas eine Konstante ihrer Außenpolitik gemacht hatten, haben die Saudis ihr Ziel auf politischem Wege zu erreichen versucht und massiv in die Wahlkampfkampagne George Bushs investiert, jenes Mannes, von dem sie glaubten, dass er besonders eng mit ihren Erdölinteressen verbunden sei, da er - gemeinsam mit seinem Vater - in der Carlyle-Gruppe Sozius der Familie Bin Laden war.
Als Bush jedoch nicht tat, was die saudische Königsfamilie von ihm wollte (d.h. sich nicht beeilte, sich für die Schaffung des zweiten "Palästinenserstaats" einzusetzen), als die Vereinigten Staaten sich in Durban weigerten, sich dem antisemitischen Projekt des 21. Jahrhunderts anzuschließen, sollte ihm gezeigt werden, dass es "gefährlich ist, sich dem saudischen Expansionismus zu widersetzen"; daraus ergab sich der Angriff auf das World Trade Center. Heute, nachdem er einem Angriff ausgesetzt war, treibt Bush der Weltöffentlichkeit Rauch in die Augen, indem er es mit dem Irak, mit dem Iran und sogar mit Nordkorea hat, aber er ergreift überhaupt keine Maßnahmen gegen die Saudis, die wahren Al-Qaida-Finanziers und -Manipulanten von Anfang an, sondern er gibt der Erpressung durch sie sogar auf ganzer Linie nach. Praktisch akzeptiert er die Niederlage, und nachdem er den Schlag eingesteckt hat, ist er bereit, das zu tun, was er zuvor nicht gewagt hatte, und zwar ebenso den Saudis die ersehnte Kolonie zu schenken, wie den Syrern bereits der Libanon geschenkt wurde. Israel ist in der gleichen Lage wie die Tschechoslowakei 1936 und soll der Blutrünstigkeit der Terrorherrscher geopfert werden. Der "palästinensische Staat" ist eine Wechselbürgschaft gegen weitere mögliche Überraschungsangriffe auf das Territorium der Vereinigten Staaten, die jedoch mit dem Blut der Israelis und jener Araber erkauft wird, die den wahhabitischen Terrorismus verurteilen.
Es ist betrüblich festzustellen, dass viele Juden - in Italien und im Ausland - derart naiv sind, dass sie freiwillig die Waffen ölen, mit denen die Saudis sich auf ihre Ausrottung vorbereiten, und sich an Demonstrationen beteiligen, die dazu dienen, die Öffentlichkeit glauben zu machen, dass die Schaffung eines "Staates" in den Händen der Arafat-Kriminellen "der Weg zum Frieden" sei.
Das war schon beim Oslo-Abkommen der Fall.
Zunächst wurde der Öffentlichkeit erzählt, dass "der Weg des Friedens" ein Kompromiss mit einem Kerl wie Arafat sei (und das Ergebnis kann heute jeder sehen); heute wird gesagt, dass "der Weg des Friedens" in der Verwandlung Arafats und seiner Folterknechte in "Autoritäten eines Staats" bestehe.
Chamberlain pflegte zu sagen: "Geben wir Hitler, was er haben will, und der Frieden wird gerettet sein...", dann kam - zum Glück - Churchill, der sagte: "Je mehr wir ihm zugestehen, desto mehr wird er verlangen. Hitler muss auf jeden Fall gestoppt werden." Zum Leidwesen der zeitgenössischen Menschheit wimmelt es in der Welt heute von Politikern à la Chamberlain, von Individuen, die sich einbilden, dass Verhandeln mit den Saudis und mit ihren Marionetten "der Weg des Friedens" sei. Unterdessen expandiert der wahhabitische Fundamentalismus weiter, und die Demokratie weicht zurück...
Ein Churchill ist am Horizont nicht zu sehen, weder in Amerika noch in Europa und auch nicht in Israel.
Übersetzung
aus dem Italienischen: Ralph Raschen Quelle: Informazionecorretta,
März 2002
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