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Sport zu Lande

 

Golf

Mauritius hat sich in den letzten Jahren zu einem beliebten Urlaubsziel passionierter Golfer entwickelt; es besitzt inzwischen drei landschaftlich schön gelegene Golfplätze mit 18 Löchern.

Die jüngste, 1994 eröffnete Errungenschaft ist der Belle Mare Plage-Golfplatz. Belle Mare ist ein 73-Par-Green, das von dem südafrikanischen Profi Hugh Baiocchi entworfen wurde, ein anspruchsvoller Platz, der für jedes Handikap eine Herausforderung darstellt. Jedes Loch ist mit zusätzlichen Schwierigkeiten wie Wasser, dichtem Unterholz, Bäumen und Vulkanfelsen ausgestattet. Da er an der Ostküste liegt, sorgen starke ablandige Winde dafür, daß wirklich exakt gespielt werden muß.

Der Paradise-Golfplatz beim Le Morne-Gebirge im Südwesten ist der malerischste der drei 18-Loch-Greens. Eine Seite des 72-Par-Platzes, den der Südafrikaner David Dulton angelegt hat, wird vom Meer gesäumt, auf der anderen erhebt sich der majestätische Le Morne. Ein Vorteil beider Greens ist ihre Lage in der Nähe der Hotels. Golfbegeisterte Gäste können zu Fuß zur ersten Abschlagstelle gehen, und wer nicht genügend Ausdauer besitzt, die 18 Löcher auf einmal zu spielen, teilt sie sich auf Vor- und Nachmittag auf.

Der dritte 18-Loch-Platz gehört zum privaten Gymkhana Club in Vacoas. Dort können Sie gegen Gebühr spielen. Der Platz bietet allerdings keine so großen Herausforderungen wie Belle Mare und Le Morne.

Die Hotels St.-Geran, Trou aux Biches und Shadrani besitzen eigene 9-Loch-Greens. Der von Gary Player entworfene Platz des St-Geran ist bei Touristen besonders beliebt. Im MaritimHotel finden Spieler zusätzlich einen "executive-course", dessen Löcher als 3-Par-Bahnen angelegt sind.

Zu jedem Golfplatz gehört ein Club, in dem Profi-Spieler den Gästen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Bei einigen Golfplätzen wird viel Wert auf Etikette gelegt. Männer sollten Hemden mit Kragen und lange Hosen oder wenn schon Shorts, dann lange Strümpfe dazu tragen.

Nähere Informationen erhalten Sie im jeweiligen Hotel oder beim Gymkhana Club.

 

 

Wandern

Mit seiner wild-zerklüfteten Gebirgswelt, seiner exotischen Vegetation und der vielfältigen Fauna ist Mauritius ein faszinierendes Reiseziel für Wanderfreunde.

Der Black River Gorges-Nationalpark im Südwesten ist wegen seiner Wasserfälle und großen Urwaldgebiete bei Wanderern besonders beliebt. Bedrohte einheimische Tierarten wie der seltene Mauritius-Turmfalke, die Manritius-Taube und der Mauritius-Sittich haben hier ihren Schutzraum gefunden, in dem sie überleben können.

Der Park ist die erste Einrichtung dieser Art auf Mauritius und wurde im Juni 1994 eröffnet. 51 km Wanderwege, die Mehrzahl der mauritischen Wildnispfade, erschließen das Areal. In naher Zukunft soll ein Informationszentrum eröffnet werden; staatlich geprüfte Guides stehen dann den Besuchern zur Verfügung. Bereits jetzt können Wanderer die Dienste erfahrener Führer wie King How in Anspruch nehmen. Er kennt die meisten Touren, die zwischen drei Stunden und bis zu drei Tagen (mit Camping) dauern können.

Die Wanderungen sind recht einfach und können von jedem bewältigt werden. Unterwegs erfahren Sie von King How alles über Ökologie, Pflanzen, Vögel und Geologie. Er spricht Französisch, Englisch und Kreol und verlangt zwischen 200 und 250 Rs pro Person und Tag (Stand 1999).

Drei von King How empfohlene Wanderungen sind im folgenden beschrieben:

Le Petrin - Macchabee Forest - Manava Gorges - Uois Bras (1 5 km): Auf dieser Strecke bekommen Sie mit etwas Glück einen oder mehrere Vertreter aus Mauritius Tierwelt zu Gesicht: Mauritius-Sittich, Weißschwanz-Tropicvögel, Flughunde, Kleine Alexandersittiche, Mauritius-Stachelbürzler, Mauritius-Turmfalken, Sambarhirschen, Wildschweine, Tanreks und Affen verstecken sich im diesem Abschnitt. Zwischen Januar und Mai können Sie sich auch unterwegs an den Chinesischen Guaven sattessen.

Le Petrin - Macchab6e Forest - Mare Longue Forest - Brise Fer Forest - Tamarind Falls Reservoir (15 km): Bei dieser Wanderung stehen mit Glück die Mauritius-Taube und der Mauritius-Sittich auf dem Programm. King How zeigt Ihnen zwei beispielhafte Areale, in denen noch endemische Pflanzen wachsen. Wer den Gipfel des Brise-Fer besteigen will, sollte eine zusätzliche Stunde einplanen.

Plaine Champagne - Black River Peak Chamarel Church (8 km): Höhepunkt ist das Mittagessen auf dem Black River Peak, dem höchsten Gipfel der Insel. Beim Auf- und Abstieg begegnen dem Besucher Weißschwanz-Tropicvögel, Flughunde, Kleine Alexandersittiche, Mauritius-Stachelbürzler, Sambarhirschen, Wildschweine, Tanreks und Affen. Auch hier versüßen zwischen Januar und Mai Chinesische Guaven die Wanderung.

Unerschrockene Wanderer, die auf eigene Faust die zahllosen Gebirgs- und Küstenwege erkunden möchten, sollten sich auf alle Fälle an das Ministry of Housing wenden. Dort bekommen Sie gutes Kartenmaterial. Ansonsten ist es schwierig, Wanderliteratur aufzutreiben. Die beiden Wanderführer von Alexander Ward Climbing and Mountain Walking in Mauritius oder Robert Marsh Mountains of Mauritius, A Climber's Guide sind leider vergriffen. Mit etwas Glück können Sie sie in den öffentlichen Bibliotheken finden.

Für alle Wanderungen genügen Turnschuhe oder einfache Trekkingschuhe als angemessenes Schuhwerk; schwere Wanderstiefel sind nicht nötig. Sie sollten immer genügend Wasser und Proviant auf Ihre Touren mitnehmen, da es unterwegs nichts zu kaufen gibt. Vermeiden Sie das Trinken aus den Bächen. Auch wenn sie noch so verführerisch aussehen, es wimmelt von Bakterien!

Das schönste an der Besteigung des Le Pouce (812 m) ist der Blick nach Westen über Port Louis, den Hafen und die Berge, die die Hauptstadt umschließen, und nach Osten über die Zuckerrohrfelder. Der Pieter Both (823 m) mit seinem schmalen Gipfel ist etwas schwieriger zu erklettern; die Special Mobile Force hat solide Eisenringe im Felsen verankert. Allerdings wurden 1996 an den Ringen erste Rostspuren gefunden. Deshalb sollten alle Besucher, die sich die Besteigung des Pieter Both vorgenommen haben, vorher bei den zuständigen Stellen Erkundigungen einziehen.

Der Lion Mountain an der Ostküste ist zwar nicht so hoch, dafür aber eindrucksvoll, und er besitzt eine strategisch hervorragende Lage über Vieux Grand Port. Der Berg hätte 1810 zweifelsohne einen idealen Beobachtungsposten während der Schlacht zwischen französischen Siedlem und britischen Angreifern abgegeben. Heute eröffnet sich vom Lion Mountain ein fantastischer Blick über Mahebourg, die vorgelagerten Inselchen und die mit Bambus bestandenen Hänge der Creol Mountains.

Die ideale Wanderzeit für alle beschriebenen Touren ist in den kühleren Monate Mai und Juni, wenn die Inselvegetation in den herrlichsten Farben blüht. Doch wenn Sie frühmorgens starten und die sommerliche Mittagshitze vermeiden, können Sie auf Mauritius das ganze Jahr über wandern.

Nähere Informationen erhalten Sie bei King How unter Tel. 242 4052.

 

 Reiten

Les Ecuries (Die Ställe) in Domaine les Pailles südlich von Port Louis ist Mauritius größter Reitstall. Les Ecuries wurde im August 1991 von Remi Barrot eröffnet, der auch für die Planung und das Management verantwortlich zeichnet. Ausgebildet in der nationalen Reiterschule Frankreichs nahm er als Mitglied der französischen Nationalmannschaft an den DreiTage-Rennen teil.

In Les Ecuries stehen 45 Pferde, darunter die einzigen sechs Trekking-Pferde auf Mauritius. Sie eignen sich hervorragend für Anfänger wie für Fortgeschrittene. Die Ausflüge werden am frühen Morgen unternommen und dauern mindestens einige Stunden. Die Gebühren betrugen Mitte 1996 500 Rs pro Stunde, inklusive Versicherung und Ausrüstung (Kappe und Stiefel). Die Reiter sollten lange Hosen tragen und die Tour mindestens 24 Stunden im voraus buchen.

Einmal im Monat, meist bei Vollmond, organisiert Les Ecuries einen Nachtritt. Dieses Erlebnis sollten Sie sich nicht entgehen lassen.

Nach eineinhalb Stunden auf dem Pferderücken wird eine Rast eingelegt. Unter romantischem Sternenhimmel wird am Lagerfeuer gegrillt, dann werden Gitarre und Mundharmonika hervorgeholt, und es beginnt ein fröhliches Musizieren, bei dem Sie nach Herzenslust mitsingen können.

Die Nacht verbringen die Reiter in Lodges mit einfachen Sanitäreinrichtungen; am nächsten Morgen geht es dann zurück zum Stall. Wer selbst nicht reiten will, kann seine Familie trotzdem auf diesem Ausflug begleiten. Per Landrover fahren Sie gemütlich zu den Unterkünften. Mitte 1995 kostete dieser Ausflug 1000 Rs pro Person (Versicherung, Ausrüstung, Mahlzeiten und Übernachtung eingeschlossen).

Kinder zwischen fünf und 10 Jahren finden auf Les Ecuries acht ruhige Waliser-Ponies. Wenn die Kinder bereits Reiterfahrung haben, werden sie ebenfalls zu Ausflügen mitgenommen; Anfänger lernen in der Halle die Grundregeln der Reitkunst. Mitte 1996 kostete eine Reitstunde für Kinder 150 Rs, egal ob beim Ausflug oder in der Halle. Auf Anfrage können Sie auch Stunden in Dressur- und Springreiten nehmen (500 Rs/Stunde).

Ausführlichere Informationen über das Angebot, das auch Stunden im Sulkie-Fahren umfaßt, erhalten Sie bei Remi Barrot auf Les Ecuries, Tel. 208 1998.

Auch folgende Hotels organisieren Reitausflüge für ihre Gäste: Ambre, Belle Mare Plage, Le Paradis, Le Pearl Beach, Le Touessrok, Le Tropical, Les Orchid@es, Maritim, Sandy Bay und Silver Beach.

 

 

Jagd

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Die traditionelle Jagdsaison dauert von Juni bis September. Dann laden die wohlhabenden Landbesitzer beispielsweise in Plaine Champagne und Case Noyale im Südwesten der Insel ihre Freunde ein, um Sambarhirschen zu jagen, die sie auf ihren Gütern halten.

Domaine du Chasseur im Südosten der Insel ist die einzige private Jagdfarm, auf der auch Besucher das ganze Jahr über gegen Abschußgebühr jagen dürfen.

Die Jäger pirschen sich an ihre Beute an oder schießen von den Hochsitzen, den erhöht angelegten Beobachtungsposten, auf denen die Jäger das Wild erwarten, das von Treibern in ihre Feuerlinie gescheucht wird. Die Jagd ist ein

wichtiges Hilfsmittel, um den Wildbestand in ökologisch verträglicher Größe zu halten. Jedes Jahr müssen deshalb 400 Hirschen geschossen werden.

Die Jagdausrüstung wird von der Domaine zur Verfügung gestellt. Sie kümmert sich auch darum, daß die Trophäe (der Kopf des geschossenen Hirschen) ausgestopft, präpariert und in die Heimat versandt wird. Die Abschußgebühren hängen von Art und Größe des Wildes ab.

Weitere Informationen gibt's bei: Domaine du Chasseur in Anse Jonchee, Tel. 634 5097.

 

Paragliding

Wer schon immer den Wunsch hatte, mit den Falken um die Wette zu fliegen, sollte unbedingt mit einem Gleitschirm über die Domaine du Chasseur segeln, wo es noch mehrere Exemplare des seltenen Mauritius-Turmfalken gibt.

Im August 1992 bat der französische Paragliding-Meister den Generaldirektor der Domaine du Chasseur (im Südwesten der Insel) um die Genehmigung, mit seinem Schirm von den Gipfeln der Domaine fliegen zu dürfen. Er entdeckte fünf Stellen, die sich hervorragend als Startplätze eigneten. Innerhalb kürzester Zeit wurde dieser Sport so beliebt, daß bereits im November 1993 ein internationaler Wettbewerb abgehalten wurde. 47 der weltbesten Paraglider kamen nach Mauritius, um gegeneinander zu wetteifern.

Touristen, die Gleitschirmfliegen möchten, erhalten die dafür nötige Ausrüstung und werden im Geländewagen zu einem der Startpunkte hoch oben auf einem Berg gebracht. Jeder Flieger bekommt ein Funkgerät mit spezieller Frequenz, auf der er nach der Landung in der Domaine du Chasseur anrufen und um Abholung bitten kann. Die ideale Jahreszeit für Gleitschirmflieger ist zwischen September und April. Der Wind ist schwach, und der aufgeheizte Erdboden produziert thermische Luftwirbel, mit deren Hilfe sich Paraglider länger in der Luft halten können.

Trotz aller Begeisterung wurden die Gleitschirmflüge Ende 1996 vorläufig eingestellt. Wer Gleitschirmfliegen möchte, sollte sich also zunächst erkundigen, ob es möglich ist. Informationen gibt es in der Domaine du Chasseur bei Anse Jonchee unter Tel.: 634 5097 oder bei der Association Sportive de Paravente unter Tel. 631 9261.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
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