Vorläufiges Vorlesungs und Veranstaltungs Verzeichnis (VVVV) zur Aktionwoche an der FU Berlin vom 19. bis 23. Mai 2008 Liebe Leute, dieses Heftlein versucht euch einen Überblick über die im Rahmen der Aktionswoche stattfindenden Veranstaltungen zu geben. Der Gedanke hinter diesem Selbst-Orga-Marathon ist, ein Forum zu schaffen für die gemeinsame Diskussion von Problemen und alternativen Perspektiven des Studierens. Gleichzeitig soll die Aktionswoche selbst aber auch schon der Versuch sein ein anderes Modell von Studium und Uni zu praktizieren. Eine Uni, wie wir sie gerne hätten, die weder heile Parallelwelt, noch unreflektiertes Abbild der Gesellschaft ist. Das heißt eine Woche ohne Campusmanagement und Anwesenheitslisten, ohne Kontrolle und Zwang; dafür selbstbestimmtes und gemeinschaftliches Lernen immer in einem kritischen und einmischenden Verhältnis zur Gesellschaft, in der es stattfindet. Es wird deshalb Workshops zur Situation an der FU, Seminare zur allgemeineren Hochschulpolitik und Veranstaltungen zu Themen geben, die im Bachelor-Alltag immer weniger oder schon gar keinen Raum mehr haben. Zudem soll in lebenspraktischen, allgemein- und stadtpolitischen Veranstaltungen über den universitären Tellerrand hinausgeschaut werden. Wichtig ist uns außerdem, die Uni nicht nur als Lern-, sondern auch als Lebensraum zu begreifen. Deshalb wollen wir gemeinsam Kochen, tanzen, Spaß haben. In diesem Sinne wünschen wir euch eine schön kreative Aktionswoche. P.S.: Das erste der vier Vs steht für Vorläufigkeit. Dies bedeutet nicht nur, dass aufgrund des frühen Drucktermins viele bisher erst vage feststehende Angebote nicht aufgenommen werden konnten, sondern auch dass das spontane Entstehen von Veranstaltungen vor und während der Aktionswoche ausdrücklich erwünscht ist. www.uniprotest.de == Zunächst: Zeitloses... == == Ein Voküteam wird für eure Verköstigung sorgen!! == Kleiner Exkurs: „Vokü“ steht für Volxküche und bezeichnet einen Ort, an dem für eine Öffentlichkeit preiswertes zumeist vegetarisches oder veganes Essen gekocht wird. Es besteht der Anspruch, dass unabhängig von Geld jede und jeder essen und trinken kann. Die Nazis banden in Form der NSV (Nationalistische Volkswohlfahrt) die Essensausgabe in Großküchen an die Kriterien wie »rassische, politische und erbbiologische Reinheit« und stahlen damit eine Idee, um sie rassistisch zu belegen. Deshalb greifen mittlerweile die meisten Volxküchen auf ein x zurück. Damit wird sich von dem ideologischen Gebilde »Volk« abgegrenzt und versucht deutlich alle Menschen einzuladen, die halt an dem Essen teilnehmen wollen. So soll es dann auch bei uns sein. Falls ihr also die Schnauze voll habt von pampigem und fadem Mensamassenfraß seid ihr herzlich zur Vokü beim Aktionscamp eingeladen. Zeiten: Montag, Dienstag, Mittwoch ab 12 Uhr bis alles weg ist !! == Fotodoku: Freiräume an unserer Uni und in der Stadt == Vorgestellt wird ein Bildband in zwei Teilen. Zum einen werden universitäre Gebäude die seit 1998 veräußert wurden, anhand von Bildern und Standort dargestellt. Der Sinn dieser Darstellung ist, aufzuzeigen, dass Raum/ bzw. Platzmangel in den letzten Jahren durch den Verkauf von Gebäuden z. T. sogar forciert wurde. Der zweite Teil besteht aus ausgewählten Fotographien von ungenutzten Freiflächen, verfallenen Industrieruinen und verwunschenen Orten in Berlin. Freiräume in unserer Stadt sind existent und wollen entdeckt werden. Die ganze Woche über! Wo: Aktionswochen-Campzelt (auf der Apfelbaumwiese zw. Silberlaube und Farbeckstr.) == Die Veranstaltungen == == Dieter Lenzens Hochschulpolitik == (Uta, Swetlana, Fabian) Workshop Die FU ist eine Hochschule im Umbruch. Studiengänge werden abgeschafft („Orchideenfächer“), kleinere Bibliotheken geschlossen, längst schon ist die FU exzellent. Gleichzeitig mischt sich das Präsidium immer stärker in die Angelegenheiten der einzelnen Fachbereiche ein, übt Einfluss auf Berufungsverfahren aus oder nimmt Planungen hinter den Rücken der zuständigen Gremien vor. Doch wo kommt das alles her? Bereits 2005 veröffentlichte die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft eine unter der Leitung von Universitätspräsident Dieter Lenzen entstandene Studie mit dem Titel „Bildung neu denken!“, in der Lenzen grundlegende Veränderungen im deutschen Universitätssystem anmahnt. Konkret heißt das: mehr Wettbewerb, weniger demokratische Mitbestimmung, eine stärkere Orientierung an den Bedürfnissen der Wirtschaft. In unserem Workshop wollen wir Dieter Lenzens Bildungskonzept vorstellen und gemeinsam über dessen Auswirkungen auf die FU diskutieren. Montag, 19. 5. 12-14 Uhr Raum: Ihnestraße 22 / UG2 == Kreativer, szenischer workshop zu antisexistischer Praxis == (Hanna, Marie) tagtäglich sehen wir uns an der uni und in deren räumen mit sexismen konfrontiert. so wichtig eine wissenschaftliche auseinandersetzung mit geschlecht als sozialer kategorie ist, so begrenzt erscheint uns ihr emanzipatorisches potenzial. abgesehen von der tatsache, dass an der FU gendertheoretischer forschung und lehre immer weniger raum gegeben wird, halten wir schon das konzept „wissenschaftlichkeit“ für strukturell mangelhaft. persönliche erfahrungen und unsere alltägliche lebenswelt werden systematisch ausgeschloßen bzw. finden nur kodiert und verschleiert eingang in wissenschaftliche diskurse. dem wollen wir etwas entgegensetzen! durch erfahrungsaustausch, rollenspiel, subversives basteln und allem was euch sonst noch einfällt wollen wir zusammen den raum universität ganz anders nutzen und antisexistische praxis üben. kommt vorbei, bringt euch ein. nierder mit expert_innentum und konsumhaltung! Montag, 19.5. 12-14 uhr Raum: RostLaube L 201 == Für eine lebendige Literatur – Möglichkeiten engagierter Literatur == (Sebastian Otto) Tag 1 Am ersten Tag wollen wir versuchen einen Überblick literateraturgeschichtlicher Zusammenhänge zu gewinnen. Mein Vorschlag wäre, dass wir mit dem Denkraum der Klassik und Romantik beginnen und davon ausgehend ästhetische und philosophische Entwicklungslinien bis heute verfolgen. Dabei soll vor allem die Frage der ästhetischen Autonomie im Vordergrund stehen. (Raum: RostLaube L 201) Tag 2 Am zweiten Tag bin ich auf das Engagement aller Teilnehmer angewiesen. Wir wollen uns konkret mit einzelnen Autoren beschäftigen, und zwar in einzelnen Arbeitsgruppen. Texte können an Interessierte schon am ersten Tag ausgeteilt werden. Jeder Autor ist möglich, sofern der Bezug zum Thema sichtbar bleibt. Wünschenswert sind vor allem internationale Perspektiven. (Bemüht Euch bitte um interessante Texte bereits im Vorfeld). Abschließend wollen wir die Ergebnisse zusammentragen und diskutieren, wie Schnittstellen zwischen Literatur und politischem Engagement möglich sind. Lebhafte Diskussionen sind ausdrücklich erwünscht. (Raum: noch offen) Montag, 19. u Dienstag, 20. 5., 14-16 Uhr == MediaSpree versenken == (Studis in der Stadtpolitik) Die Planung des Konzernbündnisses Mediaspree sieht es vor, sich in Form von Hochhäusern und Büroblocks rund um das Spreeufer auszutoben. Dagegen gibt es nicht nur aus ökologischer Perspektive Kritik, auch Mieterhöhungen, ein erwartetes Verkehrschaos und die Verdrängung momentan dort lebender Menschen sind Gründe für den sich regenden Widerstand. Eine Informationsveranstaltung gegen die geplanten Umstrukturierungen des öffentlichen Raums zu einem kommerziellen, für das BürgerInnenbegehren "Spreeufer für alle!" mit anschließender Diskussion und Überlegungen zu Aktionen. Montag, 19.5, 14 Uhr, Raum: J32/102 == Datenschutz Workshop 1 == (FSI PuK, FSI Geschichte) Totale Überwachung in allen Bereichen. So auch in der Freien Universität! Hier sollen die Fragen der Überwachung allgemeiner betrachtet werden. Was ist Überwachung und warum betrifft sie uns alle? Wie wird die Freiheit eingeschränkt und kann mensch sich dagegen schützen? Montag 14.00 – 16.00 == Praxisworkshop Datenschutz (Schwerpunkt: Verschlüsselung) == Bringt eure Computer und sonstigen Kram mit und wir werden sehen was wir daraus machen können. Kreatives sichern und entsichern. Montag 19.5. 16.00 – 18.00; Raum noch offen == Datenschutzworkshop 2 == (FSI PuK, FSI Geschichte) Totale Überwachung in allen Bereichen. So auch in der Freie Universität! Immer wieder kommt es in der Freien Universität zu Datenschutzverletzungen. Ob es nun das Blackboard oder auch nur wieder mal ein E-Mailverteiler ist in denen mit den Daten der Studierenen rumgeschlammpt wird. In allen Fällen wird die Sicherheit und Freiheit der eigenen Person beschnitten und eingeschränkt. Welche Arten der Datenverletzungen an der Universität gibt es (von denen wir wissen)? Welche Überwachungsmechanissmen sind an unserer Uni etabliert und welche sind geplant? Diese und weitere Fragen zum Datenschutz an der FU werden im Mittelpunkt stehen. Dienstag, 20.5. 12 - 14 Uhr; Raum: Rostlaube L 201 == Arbeit, Politik, Studium: Der studentische Arbeitskraftunternehmer == Mit dem Wandel der Arbeitsgesellschaft vom Fordismus zum Postfordismus geht eine tiefgreifende Veränderung der Ware Arbeitskraft einher. Der Versuch der lohnarbeitenden Klasse den entmenschlichenden Produktionsbedingungen in der Fabrik etwas entgegen zu setzen versandet in der Ich AG. Der nunmehr allzeit bereite flexible Mensch muss sich stetig neu entwerfen um nicht überflüssig zu werden. Als Arbeitskraftunternehmer muss der Mensch sein ganzes Dasein daraufhin überprüfen ob er für ein Unternehmen gewinnbringend einsetzbar ist. In diesem Seminar soll sich mit einigen Aspekten dieses neuen "Lifestyles" auseinandergesetzt werden, mit der Absicht die Widersprüchlichkeiten herauszuarbeiten und um zu erkennen welche Hoffnung man sich machen kann um das ganze aufzuheben. Dienstag, 20.5., 13 - 15 Uhr Raum: wird noch bekanntgegeben == Praxisworkshop Datenschutz 2 == (Schwerpunkt: Sicherheit im WWW) Bringt eure Computer und sonstigen Kram mit und wir werden sehen was wir daraus machen können. Kreatives sichern und entsichern Dienstag, 20.5. 14-16 Uhr Raum noch offen == GIMP-Workshop == Gimp ist ein kostenloses Bildbearbeitungsprogramm das sowohl auf Linux- Distributionen, als auch auf Windows und Mac Betriebssystemen läuft und im Internet frei downloadbar ist. Das kann jede schon mal runterladen und auf ihren Rechner installieren. Der Workshop wird ca. 2,5 Stunden dauern. Ziel ist es das jede die Möglichkeit hat Aufkleber, Plakate, T-Shirts oder ähnliches selber zu gestalten. Dienstag, 20.5. 15- 17 Uhr 30 Treffpunkt: Rotes Café == Offenes Treffen mit der FSI OSI == (Fachschaftsinitiative am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft) Die Abkürzung „FSI“ haben wohl die meisten schon mal in dem einen oder anderen Zusammenhang gehört. Aber was sind das eigentlich für Leute? Was machen sie? Um diese Fragen zu beantworten und mit euch über unsere Aktivitäten und was euch sonst noch interessiert zu diskutieren, laden wir euch herzlich zu unserem offenen Treffen ein. Wir freuen uns, euch kennen zu lernen! Dienstag, 20.5. 16 Uhr Treffpunkt: Rotes Café (hinter dem OSI-Gebäude in der Ihnestr. 22) == "Dahlemer Erinnerungsorte und kritische FU-Geschichte" == (Wolfgang Wippermann + Studierende) Während das Präsidium der FU im letzten Sommer mit dem so genannten „"Freiheitsdenkmal"“ einen neuen, umstrittenen Erinnerungsort neben dem nicht minder umstrittenen Henry-Ford-Bau geschaffen hat, finden sich in Dahlem auch viele weniger bekannte geschichtsträchtige Orte: Die Entwicklung der Atombombe nahm ihren Anfang in Dahlem, im heutigen OSI-Gebäude wurden "Rassenforschung" und "Zigeunerforschung" betrieben und auch sogar Widerstand gegen den Terror des NS-Regimes hat Spuren in Dahlem hinterlassen. Mit Prof. Dr. Wolfgang Wippermann, Professor für Neuere Geschichte am Friedrich- Meinecke-Institut für Geschichtswissenschaft der FU Berlin und Studierenden des Projekts „"Dahlemer Erinnerungsorte“", die ihre Nachforschungen in der gleichnamigen Publikation präsentierten, wollen wir uns in dieser Veranstaltung kritisch mit der Geschichte Dahlems und der FU auseinandersetzen Dienstag, der 20. 05. 16 - 18 Uhr Raum: Geschichtsinstitut FMI (Kosestr. 20) HS B == Hochschule im Kapitalismus - Die SDS-Hochschuldenkschrift neu gelesen == (Lucia Schnell) Workshop Mit der "Hochschuldenkschrift" legte der Sozialistische Deutsche Studierendenverband (SDS) 1961 eine fundierte Analyse der Hochschule im modernen Kapitalismus vor. Dieses theoretische Fundament prägte die Studierendenproteste der 68er Bewegung entscheidend. Vierzig Jahre danach finden sich hier wichtige Anknüpfungspunkte für eine Analyse von Hochschule im Kapitalismus, die beim Aufbau neuer Proteste gegen Studiengebühren und die neoliberale Umstrukturierung der Hochschule helfen können. Dienstag, 20.5. 18 Uhr == Was tun wenn’s brennt? Über den (richtigen) Umgang mit Polizei und Repression == (Dennis) Workshop Wer politisch aktiv ist, auf Demonstrationen geht oder gar Aktionsformen des zivilen Ungehorsams wählt, kennt das Problem: früher oder später ist der Kontakt mit der Staatsmacht unvermeidlich. In den seltensten Fällen ist dieser dabei erfreulich. Dieser Workshop soll zum einen zeigen, welche Taktiken und Einsatzmittel die Polizei anwendet, zum anderen eine Einführung in den Umgang mit dem, was „danach“ kommt, bieten. Mit dem Workshop soll keine Paranoia geschürt oder Panikmache gegen den „Bullenstaat“ betrieben, sondern ein Überblick über das gegeben werden, womit mensch sich konfrontiert sehen könnte. Die Veranstaltung ist v.a. für Leute gedacht, die wenig oder gar keine Erfahrung mit dem Thema haben. Mittwoch 21.5, 12-14 Uhr Raum: JK25/138 == Unbezahlte Praktika und andere Formen der unentlohnten Arbeit == Unbezahlte Arbeit ist ein um sich greifendes Phänomen inmitten der Arbeitswelt. Sie gibt es flächendeckend, in fast allen Bereichen. Ob Probeschichten, Praktika, Lehraufträge, Umwandlung von bezahlten Stellen in Ehrenämter oder der einfachen Lohnverweigerung – immer mehr Menschen erledigen Jobs (nahezu) ohne Entlohnung. Oft, weil ihnen keine andere Wahl bleibt, oft, weil sie sich etwas davon erwarten. In der Regel aber wird dies als individuelles Problem gesehen, als ein Zustand, gegen den man selbst nichts machen kann oder den man (kurzfristig) in Kauf nehmen muss. Doch unbezahlte Arbeit betrifft uns alle! Jedes mal, wenn wir unentgeltlich oder gegen symbolische Almosen einen Job erledigen, werden wir selbst zu Lohndrückern, werden zu Faktoren der Verdrängung regulärer Beschäftigung. Wir schaden damit nicht nur uns selbst, wir schwächen die Position aller Lohnabhängigen. Eine Informationsveranstaltung mit dem Bildungssyndikat der FAU Berlin mit anschließender Diskussion und Perspektiven. Mittwoch, 21.5, 14 Uhr, Raum: SiLa L 115 == Improtheaterworkshop == (Jule&Felia) Wir wollen mit euch Theater spielen, ohne Vorgaben, ohne feste Texte sondern einfach drauf los, der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Vorkenntnisse braucht ihr keine, kommt einfach vorbei... ...und vielleicht haben wir ja Lust "Unsichtbares Theater" an der Uni zu machen. Dies ist eine politische Aktionsform, bei der es darum geht, Theaterstücke nicht auf einer Bühne aufzuführen, sondern ohne Wissen der Zuschauer an öffentlichen Orten. Mittwoch, 21.5. 14-16 Uhr Treffpunkt: Theaterinnenhof (Silberlaube) == Ubuntu Install Party == (Thorsten) Ubuntu ist ein kostenloses Betriebssystem, das auch viel professionelle Software kostenlos zur Verfügung stellt. Schön ist Ubuntu auch deshalb, weil es oftmals sicherer ist als Windows (d.h. keine Viren) und der Quellcode veröffentlicht wird. Die Veröffentlichung des Quellcodes hat den Vorteil, das mensch nachvollziehen kann, was das Programm wirklich macht. Mittwoch, 21.5., 15 Uhr (open end) Raum wird noch bekanntgegeben! == Workshop Exzellenziniatiative == (Andy, Till) Die FU Berlin, d. h. Ihr präsidialer Zirkel, hat es geschafft: Die Aufaddierung von Drittmitteln und Publikationen, die Installierung marktwirtschaftlicher Prinzipien, energischer Hinterzimmer-Filz und ein Blick auf die klandestin ausgearbeiteten 5- Jahrespläne haben die Gremien des Exzellenzwettbewerbs überzeugt, dass ein solcher Kurs den Namen „Elite“ verdient. Doch dem Vollrausch nach Bekanntgabe der Kür folgte schnell Ernüchterung, einige Beteiligte meinten gar, sie plagten Kopfschmerzen. Kritik tauchte auf, nicht alles schien optimal. Einige fleißige wissensbegierige Studierende der ehemaligen Schmuddeluni FU machten sich daher an die Nachlese und wollen nun zusammen mit den WorkshopteilnehmerInnen die wichtigsten Fragen zum Wettbewerb beantworten. Mittwoch, 21.5. 16 – 18 Uhr == Warum Demokraten und (Neo)Faschisten nicht kritisieren, sondern nur verbieten können == Gemeinsam lesen und diskutieren wir den Text „Warum Demokraten (Neo)Faschisten nicht kritisieren, sondern nur verbieten können“ von Freerk Huisken (http://fhuisken.de/demfasch.htm). Außerdem gibt es ein peppiges Neonazi-Symbole- Quiz mit tollen Gewinnen. Donnerstag 22.5. 18 Uhr Treffpunkt: Ihne-Straße 21 HS A == Gentrification - wie Stadteile ihr Gesicht verändern == (Andrej Holm) Mensch muss kein_e Stadtsoziolog_in sein, um zu bemerken, dass Stadtteile und ganze Städte einem rasanten Wandel unterzogen sind: Prenzlauer Berg entwickelte sich innerhalb der letzten achtzehn Jahre vom Domizil für Hausbesetzer_innen und Menschen mit eher knappem Geldbeutel zum Inn-Bezirk für Künstler_innen, Yuppies und junge Familien. Nach Kreuzberg wird nun auch Neukölln langsam von diesem Wandlungsprozess erfasst. Doch die vermeintliche Aufwertung einzelner Bezirke birgt auch ihre Schattenseiten: Die angestammten Bewohner_innen müssen oftmals den begüterteren Zuziehenden weichen und immer weiter in die Randbezirke ausweichen. Um die Rolle von Studierenden innerhalb dieses mit "Gentrification" betitelten Prozesses wird es im Vortrag von Dr. Anrej Holm, Stadtsoziologe am Institut für Sozialwissenschaften der HU Berlin, gehen. Anschließend besteht die Möglichkeit zu Nachfragen und Diskussion. Freitag, 23.05. 12:00, Raum: SiLa JK 31 125 == Historischer Rundgang durch Dahlem == Anknüfend an die Diskussionsveranstltung vom Dienstag, werden wir (natürlich zu Fuss) Dahlemer Erinnerungsorte besuchen und uns dabei erneut kritisch mit der Geschichte Dahlems im Allgemeinen und der FU im Speziellen auseinandersetzen. Freitag, 23.05.2008, 14 Uhr Treffpunkt: vor dem Gebäude des AStA (Otto-von-Simson-Str. 23, direkt gegenüber dem Eingang zur Mensa II in der Silberlaube) == Außerdem sind angekündigt... == == Theorie, Praxis, Bruch == (Morus Markard) Zeit, Raum folgen! Der Glücksfaktor Arbeit und Eine Expedition für eine ethische Wirtschaft Klingt komisch, ist aber wohl so... Wir sind alle Deutschland. Das wissen wir ja schon seit ein paar Jahren. Zu den bestehenden Teilen unserer gespaltenen Persönlichkeit (wir erinnern uns, wir waren wahlweise Ludwig Erhard, Albert Einstein oder zur Abwechslung auch mal Ludwig van Beethoven) kommen jetzt noch 50 „neue“ hinzu. Superstars. „Deutschlands wahre Superstars.“ „Deutschlands wahre Superstars“ sind 50 junge WissenschaftlerInnen, die uns sagen, wie sie die “Welt von morgen“ besser machen werden. Und wir wollen mit euch diskutieren, wieso sich unter diesen 50 Menschen so viele VertreterInnen der Informatik, Physik oder Wirtschaftswissenschaften befinden, wie es um die Perspektiven der Kernenergie steht und warum (neulich, 10 Uhr in Deutschland) das Rad neu erfunden wurde, in diesem Fall das Klapprad. Und natürlich was die Initiative Neue Sozial Marktwirtschaft GmbH (INSM) damit zu tun hat. Input und Diskussion sind vorgesehen, am Ende könnte ein 51. Artikel stehen, der vielleicht von „Wirtschaftlicher Lobbyarbeit heute“ oder dem „Zwang des Neoliberalismus“ handeln könnte. Angesetzt sind zunächst zwei Stunden, bei Bedarf findet sich Gelegenheit für mehr. Zum Einstimmen: www.wahre-superstars.de www.insm.de Zeit und Raum werden noch bekanntgegeben! == Und das wichtigste zum Schluss... == == SCHÜLERINNENDEMO! == Zeigt Solidarität mit den SchülerInnen und unterstützt sie auf ihrer Demonstration! www.schulaction.de Donnerstag den 22. 5. 11 Uhr, Potsdamer Platz == KONZERT! == Nachdem ihr die Woche über eure Hirnmasse hoffentlich anständig habt schwitzen lassen, ist es Zeit, auch die restlichen Körperteile in selbigen Zustand zu bringen. Zu diesem Zwecke kommt das Konzert (Freitag ab 16 Uhr im Theaterinnenhof der Silberlaube) wie gerufen! Bis jetzt stehen auf der Bandliste: Conexion Musical (Polit-Hip-Hop) Lea-Won (Polit-Hip-Hop) weitere Überraschungen werden folgen! Kommt alle! == PARTY! == Und im Anschluss: Die FSI Geschichte macht am Freitag, den 23.05. eine Party am Friedrich-Meinecke-Institut (kurz FMI). Es wird VoKü geben, lecker zu trinken, Musik und halt das übliche. Ort: Koserstr. 20. (zwischen U Dahlem Dorf und U Podbielskieallee)