Der Rudersport

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Karl Adam würde sich im Grab umdrehen und weinen!
Das Ausscheiden des Deutschlandachters
- er konnte sich nicht einmal für die Olympischen Spiele in Sydney 2000 qualifizieren - ist viel schlimmer als das frühzeitige Ausscheiden der deutschen Fußballnationalmannschaft bei der letzten Europameisterschaft.

Was solls, da muss bei den sogenannten Festangestellten (Bundestrainern) endlich einmal der Blitz 'dreinschlagen. Ralf Holtmeyer, der im Ruderleben selbst nichts erreicht hatte, buxiert nun schon seit rund 20 Jahren das Flaggboot des DRV durch die Ruderwelt, wenn sich Erfolge einstellten, mussten sie einfach kommen - aber sie waren nie ein wirklicher Verdienst des R.H.
Er muss einfach weg und viele andere auch. Es bedarf wieder Persönlichkeiten im Rudersport, die selbst einmal Erfolg hatten, zu denen die Aktiven hinaufschauen können und sie als Motivationsgestalten erkennen.
Damals zu meiner Zeit in den 50er und 60er Jahren, standen Leute wie Karl Adam (Ratzeburg), Walter Volle (Berlin) und den bekannten Trainern aus Düsseldorf und Kiel zur Verfügung, sie setzten Meilensteine. Da gab es keine Ergometer (Heimrudergeräte, ja lachhaft!) oder "wichtige" Laktatwerte, die heute alles bestimmen, nein da gab es Ruderer, ja Sportler - die natürliche Athleten waren, da gab es auch keine Aufputsch- oder Dopingmittel, sondern im Winter nur mal verstärkt Vitamine um nicht krank zu werden. Ich würde die 10 besten Einerruderer 4x 500 Meter, in den Achter stecken, 2 davon als ständigen Ersatz, die dann auch im 2er rudern. Wichtig waren für Adam die Einstellzeiten auf der hauseigenen Strecke auf dem Ratzeburger Küchensee von 520 oder 560 Meter Länge. (Nachzulesen in meinem Buch!) Das war's! Heute geht es auch den Ruderern zu gut. Entweder sie tun zu wenig, sind nicht voll bei der Sache haben nur einen guten Ergometerwert oder Laktatwert, können aber nicht begeistert rudern oder nehmen Mittel ein um dann wie geschehen, tödlich zu kollabieren.
Auch hier ist es notwendig einen Neuanfang zu machen, der schon soooooo lange überfällig ist.
Simone-Yvonne von Budzyn
(Neue Münchner Presse) www.neuemuenchnerpresse.dewww.newmunichpress.de www.simone-yvonne.de
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Rudern verschiedenes: Meine Jahre im Sport Teil 2 
Rudern: Fotos aus den 30er Jahren Meine Jahre im Sport Teil 3
Vom Ruderer zur Künstlerin Meine Jahre im Sport Teil 4
A LUCKY WOMAN Meine Jahre im Sport Teil 5
Meine nichtgewünschten Jahre und Erfolge im Rudersport Teile 1 Endlich und wirklich a lucky woman

  Zum Buch: Vom Supermann zur super Frau

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Machen Sie daher mit mir eine Reise in die Vergangenheit -
und zwar zu den Dreharbeiten
mit dem ZDF zum Feature mit mir:
"Geschichten von nebenan - Menschen hinter den Schlagzeilen".

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Von 1953 - 1955 steuerte ich anfangs die Boote und Mannschaften die mein Vater bei der RU Arkona, später beim Spandauer Ruder Club trainierte. Dann ruderte ich  ab 1956 selbst beim SRC, dann ab 1958 bei der RG Wiking und 1962 ging ich zum RRC, dem berühmten Ratzeburger Ruderclub, mit seinem weltbekannten Trainer und Ruderleher, Karl Adam. 1963 wurde ich Deutscher-Vizemeister im Vierer ohne Steuermann, bei den Männern, in der Besetzung: Horst Meyer, Egon Böttcher, Klaus Bittner und meiner Wenigkeit. 25 Jahre später drehte das ZDF ein Portrait über mich und als ich vom "Rudersport" einen Auftrag über die Ruderakademie in Ratzeburg erhielt, konnte das Fernsehen beide Ziele miteinander verbinden, - so entstanden die Fotos, als ich von meinem ehemaligen Schlagmann und heutigen Bundestrainer Hans-Peter Schmidt und meinem ehemaligen Steuermann im zweiten Achter beim RRC und späteren, jahrelangen Bootsmeister des DRV und jetzigem 1. Vorsitzenden des Ratzeburger Ruderclubs, Lingolf von Lingolfsheim, in einen Einer (Skiff) gesetz wurde und nach den vielen Jahren noch einmal die Kunst
des Skiffruderns unter Beweis stellen mußte. 
Aber ich tat niemanden den Gefallen und kippte nicht in den Ratzeburger See. Nachdem ich wieder glücklich am Steg gelandet war, mit dem Skiff das den Namen Aphrodite am Bug führte und den bunten Skulls mit den amerikanischen Farben auf den Blättern, überreichte  und schenkte ich meinen beiden ehemaligen Ruderkollegen ein Foto von damals, als wir in Italien (Lecco) die deutschen Farben vertraten und überlegen unseren Achter gegen die gesamte südeuropäische Eliteklasse gewannen. Auf dem Bild "Bäcker" Schmidt ganz links, Lingolf mit dem Pokal vorne in der Mitte und ich - damals in dem mir fremden Körper - ganz rechts stehend.

 


  Drüben am Küchensee, beim Bootshaus des RRC kamen dann viele Gedanken hoch und ich betrachtete die "Vergangenheit" mit leicht getrübten Augen. Vieles in mir stieg hoch. Ein besonders Gefühl eines späten Triumphes über meine Vergangenheit war mein Frausein an dem Ort, wo ich früher nur als starker, harter Mann in Socken über den Holzsteg ging - und jetzt mit meinen Stöckelschuhen den Boden der überwundenen Vergangenheit  berührte. Ich sah den See und die "Strecke" die uns Adam in an manchen Tagen vormittags und nachmittags 6-8 mal schrubben ließ. Es galt die "Einstellzeit" immer wieder zu erreichen. Und auf dem Weg zurück zum Neustart ruhten wir uns nicht aus, - nein es gab immer wieder Spurtschläge 10-10-10 zu bewältigen. Da hing uns allen schnell die Zunge raus, doch wir waren auf diese hohe Belastung von Adam trainiert. Wir waren eben richtige harte Männer. Hochleistungssportler, - bis auf einen - der fühlte sich nie so am rechten Platz dort und "er" wollte doch dieses hohe Ziel der geplanten Meisterschaften erreichen um 1964 die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Tokyo mit einem Sieg oder mindestens einem guten Erfolg zu krönen.
 
 

Doch es blieb mir leider versagt, ganz oben auf dem Treppchen zu stehen. 
1963 verweigerte mir Adam mein Recht bei den Europameisterschaften im Vierer o.St. an den Start zu gehen, bei den Ausscheidungen im  Einer für den neuen 1. Achter, ging es ebenso nicht mit rechten Dingen zu. Ich blieb draußen und resignierte.Mein Frausein stieg jetzt besonders stark in mir hoch.

Ich bin glücklich diese Reise nach Ratzeburg, - in die Vergangenheit gemacht zu haben. Es war eine Aufarbeitung, die ich einfach gebraucht habe. Tief in mich versunken mußte ich aufpassen, nicht mit meinen dünnen Absätzen in die Spalten des Steges zu versinken (siehe Fotos) oder den Vogeldreck bzw. die herumliegenden Muscheln zu treten. Leider wurde vieles aus dem Beitrag im ZDF herausgeschnitten, so auch meine melancholischen Augenblicke wie hier beim RRC und meine Vernissage in München. Klar, die hatten einfach zuviel Filmmaterial nach einer Woche Drehzeit in und um München herum, sowie im hohen Norden beim Ratzeburger RC.

Diesen Bericht werde ich  fortsetzen. Siehe auch Simones TV-Seiten: ZDF
 


 Rudern in Schleswig-Holstein
Deutscher Ruderverband
FISA

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13. Sept.2000




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