Vorgeschichte - Prähispanische Kultur -
Tawantisuyu - Invasion und
Kolonie - Befreiung und moderne Zeiten
1. Die Einwanderung in das Amerika in der Vorgeschichte.
Es existieren verschiedene Theorien über die Besiedlung
von Amerika in grauer Vorzeit, die von einmaligen oder mehrfachen
Einwanderungswellen ausgehen, z.T. auch von einer teilweisen Besiedlung durch
Polynesier, die über das Meer gekommen sein könnten (Thor Heyerdahl!).
Es werden immer wieder neue Funde alter Skelette in México, Perú
oder Chile gemacht, die mehere zehntausend Jahre alt sind; indes, es gibt
noch keine abschließende Theorie über die Besiedlung, die voll
überzeugen kann. Sicher scheint, das die Ur-Amerikaner von Asiaten
abstammen, die vermutlich während einer Kaltzeit über die
vereiste Behring-See gekommen waren. Dennoch scheint es zu mehreren
Einwanderungen gekommen zu sein, was man aus der genetischen Ausstattund
der Indianer schließen kann. Die Idee der Polynesier ist vielleicht
nicht so abwegig...
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2. Die ersten in Perú.
1969 wurden die Reste der Menschen von Pacaicasa, zwischen Ayacucho und Huanta auf einer Höhe von 2.740 m NN, von Richard Mac Neish gefunden. Dabei fanden sich Reste von einfachen Stein-Werkzeugen sowie von verschiedenen Tieren wie einem primitiven Tiger, Mastodont etc. Die Überreste wurden auf ein Alter von 17.650 Jahre a.C. datiert. Wohlgemerkt, es fanden sich nur Reste menschlicher Besiedlung in der untersuchten Höhlen von Piquimachay, Jaiguamachay, Aimachay und Rosamachay, aber keine Reste von Menschen. Es isnd die ältesten Spuren menschlicher Aktivität in Perú.
weitere Spuren folgen in Kürze
3. Halbnomade Bauern.
Der Übergang zur Landwirtschaft und damit zu echten Siedlungen bedeutet eine große Weiterentwicklung der Menschheit. Thomas Linch fand um 1968 die Cueva de Guitarrero in der Schlucht von Huaylas (Ancash, Cordillera Negra), die auf etwa 12.600 Jahre a.C. datiert wurde. In dieser Ansiedlung wurden Überreste des Anbaus von Anden-Bohnen (wie die Bohnen im Chili con Carne), Chili-Schoten, Mais und Olluco (eine Art Kartoffel) gefunden.
Jüngeren Datums, mit einem Alter von etwa 9.000 Jahre a.C. sind die Funde von Frédéric Engel von 1961. Er fand das Dorf Paracas in der Pampa von Santo Domingo, die älteste Siedlung an der Küste des heutigen Perús. Die etwa 50 Siedler, die in Hütten wohnten, ernährten sich von Kalebassen und verschiedenen Bohnenarten sowie Guavenfrüchten, Tomaten, Juncos (aus der Familie der Juncaceae) und Yuca (Mandiok). Außerdem fand man Flöten; er hat also schon musiziert. Engel fand eine weitere Siedlung, etwa 5.800 Jahre a.C., in Chilca (an der südlichen Panamericana). Dort fanden sich auch Reste von Camote, einer Art Süßkartoffel, und Zeichen von Fischfang.
4. Seßhafte Bauern.
Josefina Ramos de Cox fand die Tabalda von Lurín, 23 km südlich von Lima , mit festen , steinernen Behausungen, etwa 4.500 Jahre a.C. Nach Pablo Macera sind dies jedoch Gräber einer älterne, keramischen Kultur.
In Waka Prieta, am Ufer des Flusses Chicama (Dept. La Libertad), fand Junius Bird zwischen 1946 und 1947 einen präkeramischen Komplex. Dieser ist älter als 4.500 Jahre a.C. und nimmt eine Fläche von 6.000 m2 ein. Die Siedler lebten von der Landwirtschaft und dem Fischfang und die Behausungen liegen unterirdisch. Außerdem waren sie künstlerisch aktiv, denn es fand sich der erste gemalte Anden-Kondor.
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Alle Daten sind dem "Nuevo Compendio de Historia del Perú" 4. Auflage 1995 entnommen, Autor José Tamayo Herrera; © CEPAR Centro de Estudiós País y Región, Las Gardenias 168, Valle Hermoso de Monterrico, Lima 33.
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